Die Ü50-Senioren des TSV Breitengüßbach konnten heuer berufsbedingt beim Qualifikationsturnier Südost in Erlangen nur mit einer relativ überschaubaren 7-Mann-Rumpftruppe teilnehmen. Zudem waren mehrere TSV-Akteure bereits leicht angeschlagen angetreten und konnten nur bedingt eingreifen. Insbesondere auf den großen Positionen hatte man allen Gegnern nur wenig entgegen zu setzen. In der Offensive beschränkte sich das Spiel des TSV meist auf Würfe von Außen.

Nach einem 35:35-Unentschieden in der Auftaktbegegnung gegen Gastgeber Erlangen kassierte man leider im zweiten Spiel gegen die SG Möhringen eine knappe 32:33-Niederlage und musste bereits nach der Vorrunde alle Hoffnungen auf ein Weiterkommen begraben.

Von den an der Quali Südost teilnehmenden 6 Mannschaften können sich nur 2 Teams für die Teilnahme an der Deutschen Ü50-Meisterschaft in Freiburg qualifizieren. Dies waren am Ende der TSV Rosenheim und BBC Bayreuth, die sich jeweils mit knappen 1- bzw. 2-Punktsiegen in ihren Halbfinalspielen durchsetzen konnten. Die SG Erlangen und die BG Möhringen müssen daher ebenso zuhause bleiben wie der TSV Breitengüßbach und SV Germering.

Es spielten:
Stuart Block, Roy Block, Helmut Dorsch, Stefan Neubauer, Rainer Schabacker, Wolfgang Goppert, Hans-Jürgen Uch.

 

Erst im Endspiel der Deutschen Meisterschaft der Ü50-Basketballer, die dieses Jahr in Erlangen stattfand und für die sich die besten 16 Mannschaften dieser Altersklasse (Alter über 50 Jahre) aus ganz Deutschland qualifiziert hatten, fand die unerwartet souveräne Siegesserie der Spielgemeinschaft Breitengüßbach/ Bayreuth (einer durch 1 Bayreuther Gastspieler verstärkten Seniorenmannschaft des TSV Breitengüßbach), ein jähes Ende.

Schon in der Vorrunde präsentierte sich die von Hans-Jürgen Uch gecoachte Mannschaft hoch konzentriert und zielsicher und wies die Gegner USC Freiburg (29:15), RW Cuxhafen (40:24) sowie Titelverteidiger SG Langen/Frankfurt (41:30) deutlich in die Schranken. Nachdem auch Viertelfinalgegner SG Telgte/Boele-Kabel (44:15), sowie im Halbfinale die SG Feuerbach/Marbach (30:18) klar bezwungen werden konnten, gingen die Breitengüßbacher somit ganz ohne Spielverlust und in der Hoffnung auf den großen Wurf in das Finale.  Das Endspiel wurde dann in 4x7 Minuten auf das große Feld gespielt.

Mit dieser Umstellung schien der Finalgegner, die gastgebende SG Erlangen/Ansbach von Beginn an besser zu Recht zu kommen. Nachdem sich die Breitengüßbacher schon im ersten Viertel etliche leichte Fastbreakpunkte eingefangen hatten und ihnen Anfang des 2. Viertels etwa 4 Minuten lang kein Korb mehr gelang, gingen die Ansbach/Erlangener deutlich mit 25:13 in Führung. Zwar kämpfte sich Breitengüßbach bis zur Halbzeit nochmals auf 28:21 heran, doch fortan nutzten die beiden Ansbacher Ausnahmespieler Wiegand (15) und Jenko (22) ihre physische und technische Überlegenheit konsequent aus und waren von keinem Gegenspieler mehr zu stoppen. Die Begegnung war schon zu Beginn des letzten Abschnitts (42:28) quasi entschieden, denn die Breitengüßbacher fanden auch in der Offensive immer seltener einen guten Abschluss. Die beiden Ansbacher Spieler steuerten zum ungefährdeten 55:36-Sieg der Ansbach/Erlangener am Ende mehr Punkte bei als die gesamte Güßbacher Mannschaft erzielen konnte - bemerkenswert.

Das Erreichen des Finales und der Deutsche Vizemeistertitel stellen dennoch einen unerwarteten Erfolg der Güßbacher Oldies dar. Über diesen sportlichen Höhenflug, trotz fortgeschrittenen Alters, freuen sich:

Hinten v.l.n.r.: Hans-Jürgen Uch, Hubert Dorsch, Rudi Adler, Rüdiger Lohneis, Norbert Uch, Willi Korn, Ernst Griebel, Roy Block
Vorne v.l.n.r.: Wolfgang Goppert, Helmut Dorsch, Stuart Block, Stefan Neubauer, Rainer Schabacker
Bericht: Hans-Jürgen Uch