Mit einem deutlichen 65:46-Sieg gegen ALBA Berlin hat die NBBL der Brose Baskets Youngsters, die unter der Flagge des TSV Tröster Breitengüßbach spielt, am vergangenen Sonntag beim TOP4 in Ulm die deutsche Meisterschaft in der Nachwuchs Basketball Bundesliga gewonnen und krönte damit eine überragende Saison 2015/16.

 

 

Breitengüßbachs Coach Markus Lempetzeder schickte Nils Haßfurther, Moritz Sanders, Tibor Taraš, Arnoldas Kulboka und Leon Kratzer als seine Starting Five aufs Parkett. Diese sahen sich den Berlinern in ihren dunkelblauen Trikots entgegen, nämlich in Person von Ferdinand Zylka, Bennet Hundt, Benedikt Turudic, Filip Stanic und Tim Schneider. Diese zeigten gleich zu Beginn, dass sie getreu ihrem Motto „In it to win it“ alles geben wollten und konnten die erste Führung erspielen (2:3). Schon hier war klar, dass diese Partie nur über einen unerbittlichen Kampf gewonnen werden konnte. So gehörten auch die ersten Freiwürfe den Hauptstädtern. Zwar brachte Leon Kratzer die Güßbacher Jungs wieder in Führung, doch Turudic antwortete direkt mit einem krachenden Dunk darauf. Mit der Einwechslung von Daniel Keppeler und Kapitän Marc Kunz konnte die NBBL erneut die Führung erspielen (6:5), aber für den weiteren Verlauf der ersten Halbzeit konnte sich kein Team wirklich absetzen. Nach jedem Angriff wechselte die Führung hin und her und beide Mannschaften taten sich sichtlich schwer einen wirklichen Einstieg in das Spiel zu finden. Kulboka konnte nach etwa der Hälfte des ersten Viertels zwar mit einem Drei-Punkte-Wurf einen Akzent setzen, die Antwort von ALBA ließ jedoch nur 20 Sekunden auf sich warten. Damit war erst einmal der Ausgleich zum 11:11 erreicht. Nun konnte jedoch ALBA Berlin einen ersten richtigen Vorsprung verzeichnen, der mit 11:15 für die Verhältnisse dieses Spiels schon hoch erschien. Kulboka schoss sein Team wieder heran, doch mit dem Ablauf der Viertelzeit fiel auch noch ein Dreier von Berlin zum 16:18.

 

 

Im zweiten Viertel gehörten die ersten Punkte dem Bamberger Nils Haßfurther, der sich am Ende mit 16 Punkten als Topscorer in den Spielbogen eintrug. Hin und her ging dann aber die Führung, doch Keppeler und Sanders machten es ALBA Berlin zunehmend schwer, zum Korb durchzudringen. Sanders konnte daher auch drei Blocks in seine Spielstatistik eintragen. Durch die stabile Verteidigung und die schnellen Offensivaktionen konnte dann aber Kulboka erstmals eine Vier-Punkte-Führung für Bamberg erzielen, die zwei Minuten später dank Taraš und Kratzer zu einer 7-Punkte-Führung angewachsen war – 29:22.

 

Die Partie wurde nun für beide NBBL-Teams sehr unruhig und beide Mannschaften leisteten sich viele kleine Fehler und Unkonzentriertheiten, sodass minutenlang kein Wurf sein Ziel finden sollte. Coach Lempetzeder brauchte nun seine besten Verteidiger und schickte Heinrich Ueberall und Oliver Gonnert aufs Feld, die ihren Job bestens erledigten. Während für ALBA der Korb wie zugenagelt schien, führte Taraš zusammen mit Sanders clever Regie. Mit einem Abschluss-Dreier von Nils Haßfurther, der von den mitgereisten Bamberger Fans lautstark gefeiert wurde, stand ein 34:25 für Breitengüßbach auf der Anzeigetafel.

 

 

Aus der Pause kamen beide Mannschaften eher schleppend. Den Jungs um ALBA Coach Lwowsky war aber anzumerken, dass sie diese Partie noch lange nicht aufgegeben hatten. So gehörte auch der erste Angriff den Berlinern. Bamberg blieb aber in seiner Verteidigung konstant und konnte ein ums andere Mal die Angriffe der Dunkelblauen abwehren. Tibor Taraš erlöste seine Teammates dann auch nach 1:40 Minuten gespielter Zeit mit dem ersten Korberfolg zum 36:25. Während ALBA Berlin immer wieder Pech hatte, unter dem Korb zum Abschluss zu kommen, erarbeiteten sich die Brose Baskets Youngsters eine 13-Punkte-Führung. Es dauerte ganze vier Minuten, bis ALBA Berlin den ersten Wurf traf, aber auf Seiten der Breitengüßbacher drehte einer richtig auf: Felix Edwardsson. Frisch eingewechselt zeigte das schwedische Powerhaus im weißen Bamberger Dress seine Qualitäten und netzte sogleich einen Drei-Punkte-Wurf ein. Mit Felix’ Einsatz auf dem Parkett wurde das Team unter Strom gesetzt – und während ALBA immer mehr zu Fehlern getrieben wurde, nahmen die Youngsters richtig Fahrt auf. 2:16 Minuten vor dem Ende des dritten Viertels stand es 50:32 für die Bamberger Nachwuchsmannschaft. Moritz Sanders hatte nun auch seinen Drive gefunden und netzte 30 Sekunden vor Ende noch zwei Dreier ein, die die Berliner mit hängenden Köpfen hinnehmen mussten.

 

 

Nach fast sieben viertelübergreifenden korblosen Minuten konnte Tim Schneider seine Teammates dann schließlich mit einem Korbleger erlösen. Auch die beiden nachfolgenden Angriffe konnte ALBA erfolgreich abschließen, sodass die Führung „nur noch“ aus 20 Punkten bestand. Die Hauptstädter verstrickten sich immer mehr in Fehler, während Breitengüßbach den Sieg souverän nach Hause spielte. Nach 40 Minuten stand ein 65:46-Sieg zu Buche.

 

 

Mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft in der NBBL holen die Jungs um Marc Kunz den Titel nach 2012 wieder zurück in die Domstadt. Leon Kratzer wurde außerdem MVP der abgelaufenen Saison, während Tibor Taraš MVP des TOP4-Turniers wurde.

 

 

Für Marc Kunz, Daniel Keppeler, Leon Kratzer und Tibor Taraš geht damit aber auch ihre Zeit in der NBBL vorbei, da sie als 1997er Jahrgang in der nächsten Saison dort nicht mehr spielberechtigt sind.

 

Die gesamte Mannschaft belohnte sich mit dem Titelgewinn für eine überragende Saison, in der sie lediglich in der Hauptrunde gegen Bayreuth und in den Playoffs einmal gegen München verloren. Die Brose Baskets sind stolz auf ihren Nachwuchs.

 

 

Für die Brose Baskets Youngsters (TSV Tröster Breitengüßbach) spielten:

 

Kulboka (9 Punkte / 5 Rebounds / 1 Assist), Sanders (6/6/5), Kratzer (10/11/1), Haßfurther (16/3/3), Taraš (7/1/2), Kunz (0/0/3), Keppeler (2/7/2), Wolf (7/1/1), Edwardsson (6/3/0), Gonnert (0/0/0), Ueberall (2/3/0), Mandana (0/0/0)

 

   
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